Toller Titel, gelle?
Aaaalso. Was braucht man um Bassist zu werden, abgesehen von jemandem, der's schon ist?
Was für Equipment reicht für den Anfänger,
Akustik oder gleich E-Bass,
Selfmade oder Unterricht,
usw usf.
harr... der thread schreit nach meinem beitrag :D
es gibt von den meisten herstellern ganz gute starterpakete. egal ob jetzt ESP LTD, yamaha oder ibanez. "geheimtip" sind übrigens die sets von den großen musikhäusern:
http://www.thomann.de/de/thomann_bass_set_b5.htm
http://www.musicstore.de/de_DE/EUR/_SET_...art-BAS015
mit den dingern kann man fürs erste nichts falsch machen. den thomann jazz-bass hatte ich schonmal in der hand und er macht genau das was er soll... wie ein jazzbass klingen und sich leicht spielen lassen.
generell würde ich empfehlen fürs erste einen 4-saiter zu kaufen. im normalfall sollte man darauf achten das das ding auch aus "echtem" holz ist... also nichts mit "hardwood-body" oder so. bässe mit erle oder linde(=basswood)-korpus sind in der regel schon für wenig geld zu bekommen. hersteller ist schon fast egal... nur keinen obskuren kram von ebay kaufen :D. neben den hausmarke-bässen werfe ich einfach mal yamaha, ibanez, squier (aber ganz genau obacht geben aus was der bass ist!), cort und peavey in den raum.
verstärker ist wiederum ein thema für sich. mein erster war ein peavey micro bass mit... ich glaub 10 oder 15 watt. damit konnte ich schonmal das haus meiner eltern ganz gut beschallen. wenn man die möglichkeit hat sollte man ein paar kleine bass amps (so 10-30 watt... reicht zum üben) anspielen. ich kann z.b. garnicht mit behringer, andere schwören da aber wieder drauf. müsste ich mir nochmal einen kaufen wäre es wieder ein kleiner peavey brüllwürfel oder ein roland cube 30 (kräftig und zugegebenermaßen nicht billig... aber bei gemäßigtem pegel steht der meinem roland d-bass 210 in nichts nach)
auch nicht ganz unwichtig ist das kabel. bei sets liegt meist ein dünnes käbelchen bei... ich hab davon bisher jedes kaputt bekommen. nach kurzer zeit... ich kauf meine kabel bei thomann... meistens pro snakes... die sind günstig und sauber verarbeitet.
effekte braucht man am anfang nicht... als bassanfänger lernt man normalerweise auch mit den fingern zu spielen und damit kommen wir zum nächsten thema: ich bin ganz klar für unterricht. bass kann man sich auch selber beibringen (oder es sich von einem bassisten beibringen lassen) ABER: wenn man fortschritte macht spürt man es kaum. an der gitarre hat man viel schneller erfolgserlebnisse, beim klavier und so merkt man das man viel kompliziertere sachen spielen kann. basslinien leben davon sauber und auf den punkt gespielt zu werden und gerade das erkennt man ohne lehrer kaum. ausserdem weiss kaum ein anfänger welches potential in dem instrument steckt und wie man es nutzt... ein guter lehrer gibt einem in der ersten stunde meist schon einen kleinen vorgeschmack.
akkustik oder e... naja... es hat schon einen grund wieso viele bassisten auch bei unplugged gigs ihren e-bass spielen. a-bässe klingen unverstärkt sehr dünn... und das spielgefühl ist im unteren bis mittleren preissegment fürn arsch. die mensur von a-bässen ist meist auch was kleiner (longscale e-bässe stellen mit 34" quasi den standard, a-bässe sind meist shortscale oder medium scale... also 30" oder 32"). hab jetzt auch noch nie gehört das jemand von seinem lehrer gesagt bekommen hat das er sich erstmal nen a-bass kaufen soll.
hier nochmal mein anfänger equipment:
(yamaha rbx... 374a... b? weiss nicht mehr... wird nicht mehr hergestellt) und der oben genannte peavey micro bass... ich bereue es auch echt das ich die beiden verkauft habe
Fein, fein, fein. Darauf hatte ich gehofft. :D
Das will alles erstmal verdaut werden. Was die Pakete angeht tendiere ich bisher zu Thomann, von denen hab ich fast nur Gutes gehört. Da vertraue ich deinem Urteil blind.
Auf lange Sicht schwieriger wird es wohl sein, ordentlichen Unterricht zu finden ohne dabei arm zu werden...naja, mal sehen wenn's soweit ist.
Was bei mir wohl am meisten Zeit in Anspruch nehmen wird, dürfte das Taktgefühl sein. Es ist zwar da, aber Takte lang und ausgiebig zu halten...das schleift. XD
unterricht geht... ich hab für alle 2 wochen 45 minuten glaub ich 55€ oder sowas gezahlt... jede woche ne halbe war 70€. klar... unterricht an ner schule kostet ein bisschen was aber dafür hat man keinen wald- und wiesen-bassisten (wie mich xD) als lehrer sondern einen profi der auch weiss wovon er redet.
und nochmal zu den thomann-bässen. von harley benton habe ich gespielt:
der WSB 704 (musicman stingray style)
lindekorpus, ahornhals, palisandergriffbrett, 1 MM-style humbucker, passive elektronik
fetter tiefmittiger sound... schön für musik der härteren gangart aber von den bentonbässen ist das teil hier klar mein favorit zum slappen. viele basser drehen zum slappen die höhen und bässe was hoch und die mitten was raus... braucht man bei der kiste hier nicht denn die kräftig betonten tiefmitten bleiben auch beim slappen erhalten... knallige höhen bekommt man aus dem teil nicht raus aber... naja geschmackssache ;). stingray-sound kann man aber nicht erwarten... dazu fehlt die 2/3-band aktiv-elektronik die verdammt heftig zupackt.
der MB 22 (fender jazzbass style)
keine ahnung welches korpusholz... maserung sieht aber nach erle aus. ahornhals, palisandergriffbrett, 2 jazz-style singlecoils, passive elektronik
so einen hatten wir in der musikschule rumstehen. schöner runder allround-sound... straffe bässe, typischer mitten-growl auf dem stegpickup, klare höhen... bei dem ding matscht nichts. meine empfehlung wenn man nicht weiss in welche richtung es musikalisch gehen soll... mein lehrer würde den hier übrigens dem WSB 704 in sachen slappen bevorzugen... klingt halt nach jazzbass :D.
der HBP 90 (shortscale fender precision style)
unbekanntes korpusholz, ahornhals, palisandergriffbrett, preci-style splitcoil, passive elektronik
so einer stand auch im unterrichtsraum rum... war wohl für jüngere bassisten gedacht. mit dem teil konnte ich mich jetzt nicht wirklich anfreunden. liegt wohl an meiner generellen aversion gegen shortscales... der sound ist mensurbedingt was "wärmer". ich würde sagen "matschig". die höhen kommen kaum durch, die mitten sind sehr stark ausgeprägt, die bässe sind allerdings was dumpf. nciht mein ding... ich denk mal der longscale preci von harley benton dürfte was besser sein... den hab ich allerdings nie gespielt
Okay dann wird's wohl erstmal der HB22 werden. Ich bin mir zwar ziemlich sicher, in welche Richtung es hauptsächlich gehen wird aber das ist ja erstmal egal. Wenn ich wirklich spielen kann, kann ich mir immernoch andere Instrumente holen, gell?
Es läuft also auf das Thomann Bundle raus. Mal sehen, wie mein Budget nächsten Monat aussieht.
exe wie bringt man sich selbst das bass0rn bei..?
selbst beibringen ist wie gesagt schwierig. aber wenns unbedingt DIY sein soll...
achte vor allem auf eine gute greif und anschlagtechnik. bei einer guten greiftechnik liegt der daumen parallel auf der rückseite des halses gegenüber dem zeigefinger. die fingerkuppen liegen nahezu senkrecht auf der saite. wenn du auf eine andere saite wechselst bewegst du nicht den daumen... sondern neigst das handgelenk entsprechend.
gute anschlagtechnik bedeutet das du die saiten "schiebst" und nicht "schlägst". das heisst... du legst den daumen auf den (für den anfang und wenn vorhanden) vorderen tonabnehmer (der an der am hals... nicht der am steg)... achtest darauf das zeige und mittelfinger einen ca 90° winkel bilden... beim anschlag greifst du dann mit der fingerkuppe unter die saite... und ziehst die saite so das sie praktisch über deine fingerkuppe rutscht und klingt. anfangs funktioniert das nur langsam... aber später verfeinert sich die technik und du wirst schneller... gerade der anschlag ist nicht einfach zu erklären... und ein guter lehrer schaut da sehr viel drauf und korrigiert ständig.
dann solltest du eigentlich chromatik und tonleitern üben... definitiv wichtige sachen.
chromatische skalen bedeuten einfach nur das du auf jeder saite leer, den 1., 2., 3. und 4. bund spielst... dann eine saite höher und immer so weiter. der zweite schritt ist das ganze rückwärts zu machen. also auf der G-saite im 4.bund beginnen... dann 3, 2, 1, leer... und eine saite weiter. wichtig... immer nach metronom üben... langsam anfangen... und immer schneller werden wenn du merkst das du ein tempo sauber durchspielen kannst. wichtig ist auch... such dir einen song aus den du unbedingt spielen willst und üb einfach drauf los. besorg dir keine tabs... sondern versuch die noten rauszuhören... wirst du am anfang nicht ohne weiteres schaffen... aber damit übst du dein gehör und die orientierung auf dem griffbrett. meinen "ersten" song kann ich noch immer nicht 100% spielen
naja... ich hoffe das war verständlich... tipps gibts auch bei
http://www.justchords.de/index.php
edit: ich bebilder das heute abend noch
so... hier nochmal die fotolovestory:
ich geh jetzt mal von meinem rechtshänderdasein aus...
punkt 1: linke hand
immer dran denken... der daumen liegt auf der rückseite des halses gegenüber dem zeigefinger
![[Bild: th_DSC00243.jpg]](http://i248.photobucket.com/albums/gg168/deadbliss80/th_DSC00243.jpg)
der daumen bleibt an der selben position während das handgelenk gekippt wird um die anderen saiten zu erreichen
![[Bild: th_DSC00245.jpg]](http://i248.photobucket.com/albums/gg168/deadbliss80/th_DSC00245.jpg)
auf den bildern seht ihr wie ich die finger one-finger-per-fret (also ein finger pro bund) auf der tiefen H-saite (weil 5 saiter) und auf der g-saite aufliegen habe... jeweils von vorne und hinten
2. die rechte hand
slap und so ist am anfang erstmal uninteressant... deshalb gehe ich vom normalen fingerstyle spielen mit 2 fingern aus.
.1. achtet darauf das die finger in einem etwa 90° winkel zur saite liegen. das vereinfacht das spielen erheblich und verbessert den sound weil die saite gleichmäßiger bearbeitet werden kann.
.2. beim spielen befindet sich der finger unter der saite
![[Bild: th_DSC00248.jpg]](http://i248.photobucket.com/albums/gg168/deadbliss80/th_DSC00248.jpg)
und
.3. drückt selbige in einer fließenden bewegung nach oben
die saite wird also nicht mit wucht geschlagen... die energie kommt aus der fließenden bewegung. richtig ist es wenn der ton sich rund und gleichmäßig anhört... falsch ist es... wenn man einen deutlichen anschlag hört (obwohl fingernägel frisch gestutzt sind und nichts am eq gedreht wurde... blaaa)
.4. wenn man auf höhere saiten wechselt wandert der daumen bis zu einem bestimmten grad mit. beim 4-saiter werden E und A saite mit dem daumen am pickup gespielt, D und G saite mit dem daumen auf der E-saite. beim 5-saiter verhält es sich ganz ähnlich
![[Bild: th_DSC00251.jpg]](http://i248.photobucket.com/albums/gg168/deadbliss80/th_DSC00251.jpg)
so... ich hoffe das nützt ein bisschen was. ohne vernünftige technik kann man noch so schöne lieder spielen... es wird einfach scheisse klingen
[sowas von Offtopic] Was für schöne Hände ._.
Tolle Pfotenpfotos! Könnt ich auch mal machen und du darfst dann kritteln. :D
Ich hab das Set1 von Thomann geordert. Werd mich dann erstmal rein wurschteln und als nächstes nach nem Mentor ausschau halten.