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Normale Version: Ergo Proxy
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[Bild: ergo-proxy1.jpg]

Wow...einfach nur Wow
Gut, Anime Science-Fiction Geschichten arten entweder in gigantischen, nicht enden wollenden (und wer später einsteigt nicht verfolgbaren) Plots mit 1 Millionen Staffeln aus (siehe Gundam oder Macross).
Aber Ergo Proxy schliesst komplett ab und bleibt ein tolles stück Kunst,
und ja ich meine es in diesem Fall ernst mit Kunst.
Ergo Proxy ist anfangs etwas verwirrend aber das legt sich relativ schnell ohne zuviel preiszugeben.
Ergo Proxy hat sich in sachen Animes zu meinen lieblingen hochgearbeitet, Fantastische Designs, klasse Charaktere und eine schöne relativ unberührte und unabgekupferte Geschichte die ohne viel CG kram auskommt.

Der Soundtrack ist auch hervorragend und zu empfehlen.
Vor allem die BGM's von denen 2 CD's rausgebracht wurden,
wobei insgesamt mehr als 40 Tracks zusammenkommen,
und jeder einzelne ist wirklich atmosphärisch angepasst und toll.

Offizieller Trailer


Zu der Story möchte ich nicht viel erzählen, da ich ungerne spoiler.
Zur Mitte hin wird es manchmal etwas holprig und schwer zu verstehen aber man sollte sich alles merken um dann das Ende nachvollziehen zu können.
Es fängt an mit einer Stadt namens Romdeau,
irgendwann in ferner Zukunft.
Roboter gehören zu einem festen bestandteil und jeder Mensch hat in diesem grauen Alltag einen dieser diener, einen zugewiesenen "Autoriev" an seiner seite.
Ein Experiment in einem streng geheimen Labor geht schief und ein Virus, der "Cogito" Virus bricht aus....
Die Autorievs drehen durch, nein besser noch, die Autoriev's beten, weinen, empfinden und sind überwältigt von einer welle von gefühlen.
Und der Virus ist nicht das einzige was aus dem Labor entflohen ist...

In diesem Anime geht es um eine Reise zur Selbstfindung,
wer diesen vorherigen Kontext damit nicht in Verbindung bringen kann,
der sollte es rausfinden.

An dieser Stelle erzähle ich ungerne weiter, denn der Anime selber ist wie gesagt ein Gesamtkunstwerk für sich.
Beim sehen kam mir zwischendurch ein Gefühl auf das ich schon lange vermisst habe, wie z.b. als ich damals "Queen Millenia" oder ähnliches gesehen habe, diese verbundenheit in einer Fantastischen Welt.

[Bild: ril-ergo_proxy01.jpg]
Real - der Hauptcharakter - gelangweilte Spießbürgerin mag man erst annehmen.

[Bild: vincent_law.jpg]
Vincent Law - Geheimnissvoller Mitstreiter und unschuldiger vagabund innerhalb Romdeaus

[Bild: 36877115_ergo_proxy_19_pino_500.jpg]
Pino - Kleine (nicht wirklich aufdringliche und nervige) kameradin von Vincent Law

Fernab von gigantischen Kampfmechas und so weiter, dennoch so sehr der Fiktion verschrieben sodas es zahlreiche Eastereggs und Andeutungen gibt an bedeutende Internationale, besonders Europäische Science-Fiction Autoren der Vergangenheit und Künstler aus dem Geschichtswesen.

Fazit: Ich habe lange nicht so einen fesselnden Anime gesehen.
Seit langem ein Anständiges Cyberpunk Gesamtpaket!
DVDs sind bestellt ;)
na das ging schnell XD
Hab's mir vor kurzem auch angesehen und ich mochte es sehr! <3 Ich fand Pino sehr sehr süß! xD

Die OSTs dazu hör ich im Moment übrigens immer beim Lesen von Kôji Suzuki's Dark Water und mach mir dadurch noch mehr Angst als eigentlich nötig. @-@
Ohje, das wird schwer.
Es ist noch gar nicht so lange her, dass die Credits von Ergo Proxy unterlegt mit Radioheads 'Paranoid Android' zum nunmehr 23. Mal vor meinen Augen abgerollt sind. Nachdem ich die Serie mittlerweile habe sacken lassen, fühle ich mich nun dazu berufen, ein paar Zeilen darüber zu verlieren.
Ihr solltet allerdings die Regenschirme aufspannen, denn die Galle fliegt tief in diesem Post. Im Gegensatz zu meinen Vorrednern fällt meine Meinung zu Ergo Proxy nämlich nicht annähernd so positiv aus. Aber statt einfach zu schreiben „Ergo Proxy sucks and you suck for liking it“, will ich etwas diplomatischer vorgehen und erörtern, was mich en détail an der Serie stört.
++++SLIGHT SPOILER AHEAD++++

Story
Mein erster Kritikpunkt lässt sich in etwa so zusammenfassen: Es passiert nichts.
Das hört sich vielleicht seltsam an, da bei einer Serie mit 23 Folgen schließlich irgend etwas passieren muss – das gebietet schon allein der Umfang. Und ja, natürlich passiert etwas, allerdings kaum etwas mit Relevanz zur eigentlichen Handlung.
Die sieht nämlich wie folgt aus: Die ersten drei Folgen machen den Zuschauer mit Charakteren und Setting vertraut. Sie bereiten den Weg für Vincents Reise zur Selbstfindung, wie Larg bereits erwähnte. Anschließend bricht er, also Vincent, in Richtung Moskau auf. Darauf folgt Leerlauf, bis Vincent gegen Ende der Serie endlich Moskau erreicht, um sich kurz danach auch wieder auf den Rückweg zu begeben. Am Schluss dient Romdeau als Bühne für einen der am schlechtesten geschriebenen Twists der Animu-Geschichte. Ende.
Die 'Füller' – immerhin der Großteil der Folgen - stellen lediglich Geplänkel mit anderen Proxies dar, die spurlos an den Charakteren vorbeigehen. Oft werden eigentlich wichtige Handlungsversatzstücke ohne größere Erklärung eingeführt, bloß um sie die nächsten paar Folgen gar nicht erst zu erwähnen. Stattdessen streut man hier und da ein paar Elemente zur Erläuterung des Settings ein und konzentriert sich eher auf die Präsentation der Einzelepisoden, die mitunter recht experimentell, in jedem Fall aber inkonsequent geraten ist. Die Macher siedeln ihre Episoden so in verschiedenen Genres an. Alles von Psychodrama bis teilweise sogar Comedy wird abgedeckt. Sowas kann funktionieren. In Ergo Proxy scheint diese Inkonsequenz (oder Experimentierfreudigkeit, je nach Auslegung) eher etwas kaschieren zu wollen. Normalerweise gibt es nur zwei Möglichkeiten, weshalb man beim Storytelling an Erklärungen geizt: Entweder man hat ein durchdachtes Handlungskonstrukt geschaffen, das erst durch schrittweises Preisgeben der einzelnen Versatzstücke interessant wird oder man ist bewusst vage, um offensichtliche Schwächen im Plot zu überdecken und dabei trotzdem eine gewisse Tiefgründigkeit zu suggerieren. Ergo Proxy fällt meiner Meinung nach in die letzte Kategorie, da die Serie am Ende des Tages nichts zu sagen und – das ist viel schlimmer – nichts zu erzählen hat.

Setting
Ein weiteres Problem sehe ich im Setting. Dieses eröffnet sich zu Beginn als mit Anspielungen gespicktes Cyberpunk-Dingsi, was in Anbetracht meiner persönlichen Präferenz ein fetter Pluspunkt ist. Allerdings entschließt man sich, dieses Setting nach etwa drei bis fünf Episoden über Bord zu werfen und die Charaktere fortan durch das Wasteland außerhalb der Kuppelstadt irren zu lassen. Zumindest hier zeigt die Serie eine gewisse Konsequenz, denn die Inkonsistenz der Handlung überträgt sich aufs Setting. Das sterile und durchorganisierte Romdeau wird als Handlungsort von Höhlen, Freizeitparks, Quiz-Show-Sets und natürlich dem Wasteland mit all seinen Facetten abgelöst. Dies tut zwar der Abwechslung gut, macht das Setting als Ganzes allerdings austauschbar. Auch beraubt sich die Serie so ihrer Mindfuck-Qualitäten. Denn wie kann Suspense in einer Welt entstehen, in der ohnehin alles möglich ist?

Charaktere
Das alles wäre zu entschuldigen gewesen, würden die Charaktere mehr sein als steife Holzschnitte innerhalb des Storykonstrukts. Etwas wie eine Entwicklung findet auf der Reise nicht statt. Re-l lässt durchgehend das unnahbare Miststück raushängen, während Vincent, das Brot, überhaupt erst elf Folgen dazu braucht, um einen Sachverhalt zu erkennen, der sich dem aufmerksamen Zuschauer bereits nach der zweiten Episode erschließt. Pinos kindliche Naivität ist primär dazu da, für die Charaktere brenzlige Situationen für den Zuschauer zu entschärfen oder bizarr wirken zu lassen. Und obwohl sie mir gehörig auf die Klötze ging, war bei ihr immerhin so etwas wie ein Wesen erkennbar. Und das ist mehr als ich über Re-l oder Vincent sagen kann. Die meiste Zeit werden sie nur von einem Szenario ins nächste geschoben, ohne, dass sie irgendwie miteinander agieren oder dass das Erlebte wirklich einen Unterschied macht.
Lediglich in einer Folge ('Busy Doing Nothing') wird tatsächlich mit den Charakteren gespielt. In Anbetracht eines Umfangs von 23 Episoden ist das ziemlich arm.
nun, ich gebe dir recht in anbetracht der handlung.
vielmehr zielt der nime selber auf eindrucke und spielereien mit botschaften oder bildern ab, durchgehend.

wenn du es als reinen action anime betrachten möchtest oder als "ins genre gepackten bubblegum crisis nachzügler" oder ähnliches oder mit tiefgehenderen sachen wie GITS vergleichen möchtest ist klar das es schlecht abschneidet.

versuch doch einfach mal eine handlung zu tenshi no tamago zu erörtern, da wär es ja nun kaum möglich einen roten faden durchgehend zu erkennen.
geht auch nicht, denn das orientiert sich in sachen kunstfilm, ala' arte zu seinen besten zeiten.

ich glaube die macher von ergo proxy haben genau dort auch stark über die schulter geschaut und intuitiv gearbeitet anstatt nach einem ausgeklügelten konzept, die ganze serie ist geschwängert von höhen und tiefen wie kaum eine andere, ich fand gerade das für mich hat dort leben reingebracht.

für mich war ergo proxy lohnenswert, unterhaltsam und gut.
wie eine reise ohne ein striktes schema , ohne strikte vorgabe und ohne großartige regeln wie etwas zu sein hat.

am ende bleibt es doch geschmackssache, und die charactere agieren nur in der art und weise wie sie gelebt haben.
Nachdem das Anschauen fuer mich nun auch schon einige Zeit zurueckliegt, muss ich sagen, dass der Anime fuer mich ebenfalls von ueberraschend niedriger Signifikanz ist. Die Charaktere bleiben fortwaehrend blass und schaffen es allerhoechstens noch, Unsympathien in mir zu wecken. Es ist schon bezeichnend, dass mir ein nerviges, [natuerlich] auf niedlich gemachtes Robotermaedchen noch am sympathischsten ist.

Auch die Story schaffte es nicht wirklich, trotz absichtlich gelassenen erzaehlerischen Luecken, nicht, richtiges Interesse bei mir zu wecken und mich entsprechend mit ihr zu beschaeftigen. Auch die Erzaehlstruktur kann ich nur als undurchdacht bezeichnen... Spannungsbogen etc. sind absolut nicht vorhanden bzw. werden immer wieder durch aus dem Zusammenhang gerissene Folgen unterbrochen. Man kann eine verwirrende/nicht sofort offensichtliche Story aber auch erzaehlerisch interessant rueberbringen [mir fallen da einige Beispiele ein]. Auf den [meiner Meinung nach] ungeschickten Plotdump geh ich hier mal nicht weiter ein.

Immerhin hat Re-L ein recht cooles Design.
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