24.09.2008, 19:59
Es ist das Jahr 1999.
Der Euro wird hierzulande als offizielle Buchwährung eingeführt, während man dem seltenen Naturschauspiel einer totalen Sonnenfinsternis entgegenfiebert. Truppen der NATO marschieren im Kosovo ein und Günter Grass (*würg*) gewinnt den Literaturnobelpreis. Eric Harris und Dylan Klebold beschließen, sich medienwirksam an ihren Lehrern und Mitschülern zu rächen, woraus 13 Tote und 24 Verletzte resultieren, genau wie die in den Medien immer wieder aufkeimende Frage nach der Verknüpfung zwischen virtuell und real ausgeübter Gewalt. Über all dem schwebt die Unsicherheit, was das kommende Millennium mit sich bringt. Schlagworte wie der 'Y2K-Bug' beherrschen die Medien und wollen erläutert werden.
Freunde virtueller Zeitverschwendung dagegen stellen sich eine andere Frage:
Quake III oder Unreal Tournament?
Inhaltlich ähneln sich beide Titel stark und erscheinen mit nur wenigen Tagen Abstand voneinander. Beide haben sie neuartige, leistungsfähige Grafik-Engines im Schlepptau und beide schicken sie sich an, die Referenz im relativ frischen Genre der vornehmlich fürs Kompetitive ausgelegten First Person Shooter zu werden, wobei UT mit weitaus mehr teamlastigen Spielmodi daherkommt als Quake, das eher die Deathmatch-Fraktion bedient.
Der Rest ist gewissermaßen bekannt. UT wird erfolgreich genug für einige weitere Ableger, während Q3 nach wie vor als Epitom des Multiplayer-Shooters gilt und noch immer von einer festen Gemeinde gezockt wird.
Damals machte ich auf einer kleinen LAN-Party Bekanntschaft mit beiden Spielen.
Erste Eindrücke: Q3 steuerte sich schwammig und träge, wogegen es bei UT förmlich flutschte. Trotzdem wollte sich keiner der Anwesenden zu einem UT Deathmatch überreden lasssen, sodass ich wartete, bis alle schliefen.
In dieser Nacht rannte ich durch den gesamten Einzelspieler-Modus von Unreal Tournament.
Obwohl sich Quake III für mich im Nachhinein als das bessere Spiel entpuppte (wobei auch klargestellt werden soll, dass nach wie vor nichts an Quake II rankommt), kroch ich für einen schnellen Frag immer wieder zurück zur benutzerfreundlicheren Konkurrenz.
Ich will offen sein. Dieser Thread dient einzig und allein zum Zwecke des Outings. Denn:
Ja, ich habe Unreal Tournament 3 gekauft. Und ja, ich habe Spaß damit.
Vornehmlich deswegen, weil es mich ungemein an das UT von 1999 erinnert. Sicher, verglichen mit dem direkten (großartigen) Vorgänger UT2K4 ist der Content ziemlich mager, aber für mich fühlt es sich endlich wieder wie ein UT an. Unter anderem die Streichung der Adrenaline Pick-Ups, der Reduzierung von zusätzlichen Sprüngen auf ein erträgliches Maß und der Reimplementierung einiger Gegenstände aus dem ersten Teil sorgte bei mir für ein wirklich heimisches Spielgefühl. Gerade durch das Wegfallen einiger Elemente konnte ich mich besser auf das Wesentliche konzentrieren: den Gegner.
Auch die von mir anderorts kritisierte, mit Effekten überladene Grafik halte ich in diesem Kontext für durchaus ansprechend. UT bewies bei der Wahl von Örtlichkeiten stets einen exotischen Geschmack, was die Grafik hier lediglich unterstreicht.
Es hat nur ein paar Schwindelanfälle gebraucht, sich daran zu gewöhnen.
Irgendwie verstehe ich die ganze Ablehnung nicht, die das Spiel erfahren hat. Natürlich ist es im Kern immer noch das Spiel von vor 9 Jahren, aber mangelnde Innovation war gerade bei diesem Genre noch nie ein Problem für die Spielenden. Auch, dass es sich verglichen mit den Vorgängern wesentlich langsamer spielen soll, halte ich für ein Gerücht. Fraggen fällt in Teil 3 vergleichsweise leicht, gefraggt werden aber auch.
Warum also sind die Server so leer?
Welcher Teil ist euer Favorit?
Schreibt was.
Der Euro wird hierzulande als offizielle Buchwährung eingeführt, während man dem seltenen Naturschauspiel einer totalen Sonnenfinsternis entgegenfiebert. Truppen der NATO marschieren im Kosovo ein und Günter Grass (*würg*) gewinnt den Literaturnobelpreis. Eric Harris und Dylan Klebold beschließen, sich medienwirksam an ihren Lehrern und Mitschülern zu rächen, woraus 13 Tote und 24 Verletzte resultieren, genau wie die in den Medien immer wieder aufkeimende Frage nach der Verknüpfung zwischen virtuell und real ausgeübter Gewalt. Über all dem schwebt die Unsicherheit, was das kommende Millennium mit sich bringt. Schlagworte wie der 'Y2K-Bug' beherrschen die Medien und wollen erläutert werden.
Freunde virtueller Zeitverschwendung dagegen stellen sich eine andere Frage:
Quake III oder Unreal Tournament?
Inhaltlich ähneln sich beide Titel stark und erscheinen mit nur wenigen Tagen Abstand voneinander. Beide haben sie neuartige, leistungsfähige Grafik-Engines im Schlepptau und beide schicken sie sich an, die Referenz im relativ frischen Genre der vornehmlich fürs Kompetitive ausgelegten First Person Shooter zu werden, wobei UT mit weitaus mehr teamlastigen Spielmodi daherkommt als Quake, das eher die Deathmatch-Fraktion bedient.
Der Rest ist gewissermaßen bekannt. UT wird erfolgreich genug für einige weitere Ableger, während Q3 nach wie vor als Epitom des Multiplayer-Shooters gilt und noch immer von einer festen Gemeinde gezockt wird.
Damals machte ich auf einer kleinen LAN-Party Bekanntschaft mit beiden Spielen.
Erste Eindrücke: Q3 steuerte sich schwammig und träge, wogegen es bei UT förmlich flutschte. Trotzdem wollte sich keiner der Anwesenden zu einem UT Deathmatch überreden lasssen, sodass ich wartete, bis alle schliefen.
In dieser Nacht rannte ich durch den gesamten Einzelspieler-Modus von Unreal Tournament.
Obwohl sich Quake III für mich im Nachhinein als das bessere Spiel entpuppte (wobei auch klargestellt werden soll, dass nach wie vor nichts an Quake II rankommt), kroch ich für einen schnellen Frag immer wieder zurück zur benutzerfreundlicheren Konkurrenz.
Ich will offen sein. Dieser Thread dient einzig und allein zum Zwecke des Outings. Denn:
Ja, ich habe Unreal Tournament 3 gekauft. Und ja, ich habe Spaß damit.
Vornehmlich deswegen, weil es mich ungemein an das UT von 1999 erinnert. Sicher, verglichen mit dem direkten (großartigen) Vorgänger UT2K4 ist der Content ziemlich mager, aber für mich fühlt es sich endlich wieder wie ein UT an. Unter anderem die Streichung der Adrenaline Pick-Ups, der Reduzierung von zusätzlichen Sprüngen auf ein erträgliches Maß und der Reimplementierung einiger Gegenstände aus dem ersten Teil sorgte bei mir für ein wirklich heimisches Spielgefühl. Gerade durch das Wegfallen einiger Elemente konnte ich mich besser auf das Wesentliche konzentrieren: den Gegner.
Auch die von mir anderorts kritisierte, mit Effekten überladene Grafik halte ich in diesem Kontext für durchaus ansprechend. UT bewies bei der Wahl von Örtlichkeiten stets einen exotischen Geschmack, was die Grafik hier lediglich unterstreicht.
Es hat nur ein paar Schwindelanfälle gebraucht, sich daran zu gewöhnen.
Irgendwie verstehe ich die ganze Ablehnung nicht, die das Spiel erfahren hat. Natürlich ist es im Kern immer noch das Spiel von vor 9 Jahren, aber mangelnde Innovation war gerade bei diesem Genre noch nie ein Problem für die Spielenden. Auch, dass es sich verglichen mit den Vorgängern wesentlich langsamer spielen soll, halte ich für ein Gerücht. Fraggen fällt in Teil 3 vergleichsweise leicht, gefraggt werden aber auch.
Warum also sind die Server so leer?
Welcher Teil ist euer Favorit?
Schreibt was.